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Kunstrevolution und Form
Kunstrevolution und Form
Aufsätze

von Reiner Zeeb

Reihe: Geist und Wissen (Band 30)

344 Seiten, 59 S/W-Abbildungen,
Broschur, 14,8x21cm,
ISBN: 978-3-86935-309-8

Kurztext
Kulturhistorische Umbrüche, die Galileis Erklärung des heliozentrischen Sternensystems und dem Sturz alter Säulen des christlich-europäischen Weltbilds folgten, spiegelte die Kunst wesentlich in Revolutionen der Form. So beleuchtet der vorliegende Sammelband bis ins 20. Jahrhundert neun Beispiele, in denen epochale Umbrüche in der Kunst sichtbar werden. Untersucht werden u.a. Delacroix‘ Lithos zu Goethes „Faust I“ und Franz Marc als Vermittler der europäischen expressionistischen Avantgarde.
Einflüsse neuer Optik auf das perspektivisch relativierte Interieur zunächst der Niederlande formierten in der Dialektik von Erfahrungsgewinn und -verlust neben den humanistisch ikonographischen Quellen neue Bildräume auch für das Porträt (J. U. Mayr). Rembrandt ersetzte die hohe Madonna Maria durch realistisch menschliche Nähe, nutzte die Theatermetapher aber für subtil gestufte neue Erkenntnisebenen. Alexander von Humboldt führte Versuche zu ästhetischen und szientifischen Quellen des „Großen Naturgemäldes“ in experimentell erfahrene Randgebiete „wirklicher“, damals darstellbarer Landschaft. Die rahmenden Architekturutopien Richard Hamanns und Frei Ottos bringen das Thema entschieden zur gesellschaftlichen Relevanz.
Dem Autor gelingt es überzeugend, die Strukturen hinter den Revolten sichtbar zu machen – und damit Kontinuitäten in den Einzelereignissen aufzuzeigen.

Vita
Reiner Zeeb studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie an den Universitäten Tübingen, München und Göttingen; nach einem Unterrichtsinterim dann als Zweitstudium Kunstgeschichte und Germanistik an den Universitäten Augsburg und München. Nach einer längeren Unterrichtszeit als Dozent an Dalhousie University, Halifax, Canada, wirkte er in Deutschland als Museumspädagoge, Ausstellungskurator und Kritiker, unter anderem für die Zeitschriften „das kunstwerk“ und „Journal für Kunstgeschichte“. Seine Dissertation galt den komplexen Rezeptionsprozessen der originalgotischen Plastik in neugotischen Sakralwerken und in der Denkmalsplastik. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Kunst des 17., 19. und 20. Jahrhunderts; Ästhetik und Grenzgebiete zwischen Dichtung und Malerei, Malerei und Naturwissenschaften der Goethezeit; die vielseitig interdisziplinären Gestaltungsweisen des europäischen Expressionismus, Geschichte der Fotografie und experimentell kritische Architektur. Er ist Mitglied im überregionalen „Arbeitskreis für niederländische Kunst und Kultur“ (Leitung im kunsthistorischen Institut der Universität Konstanz).

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